Das Holz der Brennnessel

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Neulich bekam ich an meinem Brennnessellobbyinfostand Besuch von einer Frau, die sich als Frau Nettlebreaker vorstellte.

Namen sind eine Art Zeitfenster in die Vergangenheit. So erinnert uns der Nachname „Nettlebreaker“, also Nesselbrecher, daran, dass unsere Vorfahren noch alles, was auch nur irgendwie möglich war, aus unseren regionalen Ressourcen herausholten.

Was heute, dank moderner Maschinentechnik, in Sekundenschnelle möglich wäre, war früher ein harter Job: Am Ende des Sommers wurden die Brennnesselpflanzen von Hand geschnitten und von den Früchten und Blättern befreit.  Alles, was bei der gesamten Prozedur anfiel wurde genutzt. Die Früchte und die appetitlichen Blätter landeten in der Nahrungsmittelproduktion, braune Blätter und alle restlichen Pflanzenabfälle wurden zu wertvollem Dünger vergoren.

Die Stängel wurden getrocknet und anschließend gebrochen um die Pflanzenfasern von dem Holz zu trennen.  Aus den Fasern entstanden Kleidung, Seile und Segeltuch, ja, und selbst das Holz aus den Stängeln wurde verarbeitet: zu Papier!

Brennnessellobbystatement:

Es wird höchste Zeit die große Brennnessel wieder als regionale Kulturpflanze zu kultivieren.

Sie kann sogar Baumleben retten!!!

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