Rauchender Brennnesselmann- der Film

 

 

Hier ist er nun: mein zweiter Versuch rauchende Brennnesselmännchen auf Film zu bannen. Die Brennnessel ist zwar unscharf und liegt auf der Seite, aber ich kann deutlich die Rauchschwaden sehen. Meinen ersten Versuch könnt ihr euch immer noch bei youtube anschauen, denn ich weiß nicht , wie ich ihn löschen soll.

😦

:I

😉

Jeden Sommer um diese Zeit blühen die Brennnesseln (Urtica dioica) in meinem Genießergarten.

Während die Weibchen still vor sich hinblühen und später fruchten, stäuben die Männchen ihren eiweißreichen Pollen in die Luft.

Nach der Blüte schneide ich die Brennnesselmännchen bodeneben ab, denn nach getaner Arbeit schütteln sie ihre Blütenkügelchen ab und sehen etwas nackt und unattraktiv aus.  Ich“füttere“ damit sozusagen meinen Johannisbeerstrauch, indem ich sie, so wie sie sind, unter den Strauch lege. Die Natur erledigt den Rest.

Sie danken mir den Rückschnitt mit einem neuen, zarten Blattaustrieb, den ich dann wieder für meine delikaten Brennnesselspezialitäten nutzen kann.

Man muss wirklich extrem geduldig sein, wenn man das Rauchen der männlichen Brennnesseln für alle sichtbar dokumentieren möchte.

Und ihr müsst auch äußerst geduldig, genau und konzentriert hinschauen.

Ich hoffe, ihr könnt es auch sehen!

 

 

Lebender Blumenstrauß (Sommer)

Ich hatte ja schon mal im Winter ein Beispiel für meine lebenden Blumensträuße gepostet, nun kommt die Sommervariante.

Seit Jahren bin ich schon dran an meinem Projekt nachhaltiger, blühender Zimmergarten. Mir gefällt meine bisherige Komposition, die sich inzwischen über mein ganzes Wohnhaus erstreckt schon super.

Der einzige Knackpunkt ist meine blühende Esstischdekoration.

Diese Baustelle wird vermutlich niemals zu meiner Zufriedenheit gelöst.

Das Problem: Die Blätter und Blüten drehen sich immer zum Fenster, so dass man von allen Tischseiten immer nur ein unbefriedigendes optisches Bild erhält.

Blütenpflanzen, die das nicht tun, blühen leider nicht ununterbrochen rund ums Jahr. Und genau das möchte ich gerade morgens beim Frühstück haben!

Also improvisiere ich immer wieder neu.

Momentan haben es mir blühende Stecklinge von meinen Sommerblumen aus dem Garten angetan:

Kosmeen, Bidens, und eine gelbblühende Polsterblume, dessen Namen ich immer wieder vergesse, nennen wir sie „schattenliebendes Goldschüsselchen“ ( 🙂 ), bilden blühend und knospend langsam ihre Wurzeln aus.

Die einzigen Pflege, die sie von mir haben möchten, sind ab und zu frisches Wasser und, wenn ich die Gläschen nicht in Keramik oder anderen Gefäßen verstecke, eine Grundreinigung der Gefäße, falls sich Kalkablagerungen oder Algen gebildet haben.

In Blühpausen ergänze ich mit Wald-,Wiesen- oder Gartenblüten. So wie heute. Da ich allerdings bei meiner Pflanzenauswahl nicht nur auf die Blüten, sondern auch auf die Blattformen achte, lasse ich sie auch manchmal puristisch ohne Blüten.

Ja, das halte ich auch mal kurz aus 🙂

 

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lebender Blumenstrauß

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Flowers on the rocks

 

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Blumen „halb und halb“

Solaressen

Heute ist mal wieder Solaressen-Tag.

Diese Methode praktiziere ich schon seit letztem Jahr. Immer wenn ich Essensreste übrig habe, friere ich sie portionsweise ein.

Und wenn ich keine Lust oder Zeit habe zu kochen, zum Beispiel weil, so wie heute, zuhause Bürotag angesagt ist, dann greife ich darauf zurück.

Ich nehme morgens einfach 2 Suppenteller (ich habe glücklicherweise auch schwarze in meinem Sortiment) lege die vorbereitete Mahlzeit, die ich zum Einfrieren schon an die Suppentellerform anpasse, hinein.

Mittags kann ich dann einfach genießen in meiner Privatkantine:

 

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Solaressen

 

 

 

 

 

Oben ohne

Immer wieder kann man gute Tipps hören, darüber wo man die Brennnessel anfassen kann, ohne auf die berüchtigten Brennhaare zu stoßen.

Mal hört man, dass oben auf der Blattoberseite keine der leicht brechbaren pflanzlichen Injektionsspritzen sitzen. Mal, dass man sie einfach nur von unten anfassen muss.

Oft wird gesagt, dass die Blüten gefahrlos angefasst werden können, oder dass man die Früchte einfach so essen kann.

Ehrlich: ich bin schon überall auf Brennnhaare gestoßen!

Wenn man Brennnesseln ernten möchte, gehört die richtige Ausrüstung dazu. Handschuhe. am besten aus Strick und Gummiert für den besten Grip.

Manchmal vergesse ich bei meinen Exkursionen die Handschuhe. Dann geht es auch mal ohne. Einfach beherzt zugreifen, als wär´s nichts besonderes. Aber der Schmerz gehört dann dazu! Kurz und heftig.

Wer die Brennnessel liebt, verzeiht ihr schnell wieder 🙂

 

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Brennnesseln mit Brennhaaren

 

Unterrichtsmodul Brennnessel

 

 

Vor einigen Jahren habe ich für das Schulbiologiezentrum Hannover das erste Unterrichtsmodul für die Brennnessel als leckeres und gesundes Lebensmittel entwickelt. Unter dem Titel: nachhaltige Ernährung mit Brennnessel und Co. wird es schon seit Jahren gerne von Schulklassen gebucht.

Selbst am Schulgartentag in Peine fand das Modul  großen Anklang.

 

Nun ist in Zusammenarbeit mit Anke Malethan vom Schulbiologiezentrum Hannover ein weiteres Modul rund um die Brennnessel entstanden. Diesmal mit dem Fokus auf die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung von Brennnesseln:

  • Als Grundlage für die Papierherstellung
  • Unter dem Mikroskop
  • Draußen in der Natur als eigener Lebensraum
  • Als Heilpflanze
  • Als Nahrungsmittel
  • Als Farbstoff

 

Natürlich wieder mit einer Exkursion und viel Praxisarbeit! In einer ersten Modulwoche wurde es von vielen Schulklassen und sogar einer Sprachlernklasse mit Jugendlichen getestet und für „super geil“ befunden!

Ihr könnt es ab sofort unter dem Titel: „Kräuternutzung“ auf der Webseite des Schulbiologiezentrums Hannover finden.

Also bitte: buchen, buchen, buchen… 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Brennnesseln fördern die Disziplin

 

 

Ich bin von Natur aus ein Genussmensch.

Das bedeutet, ich genieße gern. Ausgiebig.

So etwas profanes wie Essenszubereitung kommt, zumindest wenn ich gerade keine Gäste habe, oft zu kurz.

Auch hier hilft mir die Brennnessel oft auf die Sprünge.

Während der Brennnesselbestand am Gartenrand unter den Büschen nach und nach von einer immer dicker werdenden Pfingstrose verdrängt wird, hat sich um eine vor Jahren gefällte Monster- Schwarzkiefer, die gefährlich bogenartig über das Hausdach gewachsen war, ein neuer Bestand entwickelt.

Und zwar genau dort, wo mich der von mir getrampelte Pfad entlang führt.

Immer wenn es am nackten Bein prickelt, wird es spätestens Zeit zu ernten.

So entstand heute mal wieder ein Mittagessen „Made in Eile“. Brennnesselspitzen, eine Zwiebel und 2 Kartoffeln wanderten mit ein paar Gewürzen und einem Schuss Wasser in den Topf. Nebenbei brutzelte ich mir noch ein Tiefkühllachssteak. Im nachhinein fiel mir ein, dass ich den Fisch natürlich auch energiesparend in dem Topf hätte mitdünsten können.

Na ja, beim nächsten Mal!

 

Made in Eile.jpg

Brennnesseltopf

Blütenrauschschmaus

Gibt es etwas schöneres, als durch den duftenden Frühlingsgarten zu gehen und sein Frühstück einzusammeln?

Im Mai weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu ernten.

Heute fiel mir mein Essen praktisch ins Gesicht. Die Glyzinie breitet gerade verschwenderisch ihre intensiv orientalisch duftenden Blütenrispen aus und einige ranken direkt über der Gartentreppe. Um nicht jedesmal auf meinem Weg zur Blumenwiese „erschlagen“ zu werden muss ich sie abschneiden 🙂

Was liegt also näher als damit den sonntäglichen Frühstückstisch zu schmücken und mit einigen der süßlich nach Erbsen schmeckenden blauen Blüten mein Brot zu dekorieren. Die Basis aus mediteranem Gemüse  wird noch ergänzt mit  Knoblauchraukeblüten und -blättern.

Mhhh…

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Blütenrauschschmaus

 

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mediteranes Glyzinienbrot

Ps. Das mediterane Gemüse ist selbstverständlich mit frischen Brennnesseln zubereitet 🙂