Solaressen

Heute ist mal wieder Solaressen-Tag.

Diese Methode praktiziere ich schon seit letztem Jahr. Immer wenn ich Essensreste übrig habe, friere ich sie portionsweise ein.

Und wenn ich keine Lust oder Zeit habe zu kochen, zum Beispiel weil, so wie heute, zuhause Bürotag angesagt ist, dann greife ich darauf zurück.

Ich nehme morgens einfach 2 Suppenteller (ich habe glücklicherweise auch schwarze in meinem Sortiment) lege die vorbereitete Mahlzeit, die ich zum Einfrieren schon an die Suppentellerform anpasse, hinein.

Mittags kann ich dann einfach genießen in meiner Privatkantine:

 

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Solaressen

 

 

 

 

 

Oben ohne

Immer wieder kann man gute Tipps hören, darüber wo man die Brennnessel anfassen kann, ohne auf die berüchtigten Brennhaare zu stoßen.

Mal hört man, dass oben auf der Blattoberseite keine der leicht brechbaren pflanzlichen Injektionsspritzen sitzen. Mal, dass man sie einfach nur von unten anfassen muss.

Oft wird gesagt, dass die Blüten gefahrlos angefasst werden können, oder dass man die Früchte einfach so essen kann.

Ehrlich: ich bin schon überall auf Brennnhaare gestoßen!

Wenn man Brennnesseln ernten möchte, gehört die richtige Ausrüstung dazu. Handschuhe. am besten aus Strick und Gummiert für den besten Grip.

Manchmal vergesse ich bei meinen Exkursionen die Handschuhe. Dann geht es auch mal ohne. Einfach beherzt zugreifen, als wär´s nichts besonderes. Aber der Schmerz gehört dann dazu! Kurz und heftig.

Wer die Brennnessel liebt, verzeiht ihr schnell wieder 🙂

 

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Brennnesseln mit Brennhaaren

 

Unterrichtsmodul Brennnessel

 

 

Vor einigen Jahren habe ich für das Schulbiologiezentrum Hannover das erste Unterrichtsmodul für die Brennnessel als leckeres und gesundes Lebensmittel entwickelt. Unter dem Titel: nachhaltige Ernährung mit Brennnessel und Co. wird es schon seit Jahren gerne von Schulklassen gebucht.

Selbst am Schulgartentag in Peine fand das Modul  großen Anklang.

 

Nun ist in Zusammenarbeit mit Anke Malethan vom Schulbiologiezentrum Hannover ein weiteres Modul rund um die Brennnessel entstanden. Diesmal mit dem Fokus auf die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung von Brennnesseln:

  • Als Grundlage für die Papierherstellung
  • Unter dem Mikroskop
  • Draußen in der Natur als eigener Lebensraum
  • Als Heilpflanze
  • Als Nahrungsmittel
  • Als Farbstoff

 

Natürlich wieder mit einer Exkursion und viel Praxisarbeit! In einer ersten Modulwoche wurde es von vielen Schulklassen und sogar einer Sprachlernklasse mit Jugendlichen getestet und für „super geil“ befunden!

Ihr könnt es ab sofort unter dem Titel: „Kräuternutzung“ auf der Webseite des Schulbiologiezentrums Hannover finden.

Also bitte: buchen, buchen, buchen… 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Brennnesseln fördern die Disziplin

 

 

Ich bin von Natur aus ein Genussmensch.

Das bedeutet, ich genieße gern. Ausgiebig.

So etwas profanes wie Essenszubereitung kommt, zumindest wenn ich gerade keine Gäste habe, oft zu kurz.

Auch hier hilft mir die Brennnessel oft auf die Sprünge.

Während der Brennnesselbestand am Gartenrand unter den Büschen nach und nach von einer immer dicker werdenden Pfingstrose verdrängt wird, hat sich um eine vor Jahren gefällte Monster- Schwarzkiefer, die gefährlich bogenartig über das Hausdach gewachsen war, ein neuer Bestand entwickelt.

Und zwar genau dort, wo mich der von mir getrampelte Pfad entlang führt.

Immer wenn es am nackten Bein prickelt, wird es spätestens Zeit zu ernten.

So entstand heute mal wieder ein Mittagessen „Made in Eile“. Brennnesselspitzen, eine Zwiebel und 2 Kartoffeln wanderten mit ein paar Gewürzen und einem Schuss Wasser in den Topf. Nebenbei brutzelte ich mir noch ein Tiefkühllachssteak. Im nachhinein fiel mir ein, dass ich den Fisch natürlich auch energiesparend in dem Topf hätte mitdünsten können.

Na ja, beim nächsten Mal!

 

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Brennnesseltopf

Blütenrauschschmaus

Gibt es etwas schöneres, als durch den duftenden Frühlingsgarten zu gehen und sein Frühstück einzusammeln?

Im Mai weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu ernten.

Heute fiel mir mein Essen praktisch ins Gesicht. Die Glyzinie breitet gerade verschwenderisch ihre intensiv orientalisch duftenden Blütenrispen aus und einige ranken direkt über der Gartentreppe. Um nicht jedesmal auf meinem Weg zur Blumenwiese „erschlagen“ zu werden muss ich sie abschneiden 🙂

Was liegt also näher als damit den sonntäglichen Frühstückstisch zu schmücken und mit einigen der süßlich nach Erbsen schmeckenden blauen Blüten mein Brot zu dekorieren. Die Basis aus mediteranem Gemüse  wird noch ergänzt mit  Knoblauchraukeblüten und -blättern.

Mhhh…

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Blütenrauschschmaus

 

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mediteranes Glyzinienbrot

Ps. Das mediterane Gemüse ist selbstverständlich mit frischen Brennnesseln zubereitet 🙂

Pioneers of Change

 

Als ich vor 30 Jahren mit dem Studium der Sozialwissenschaften begann, wollte ich wissen, wie Gesellschaft funktioniert, wie Gesellschaft in der Zukunft funktionieren sollte und wie ich persönlich Nützliches für die Gesellschaft tun kann.

Eins weiß ich inzwischen mit Sicherheit: Die Übertragung von Macht auf Wenige funktioniert nicht!

Eine Gesellschaft lebt davon, dass sich alle Mitglieder wertvoll und wichtig fühlen.

Und dass jeder Einzelne versucht auf seine eigene Weise Nützliches zu tun und dabei für sein eigenes Handeln die Verantwortung trägt!

 

Sehr schöne Beispiele für Möglichkeiten eines solchen nützlichen Handelns hat das Team von Pioneers of Change aktuell zusammengestellt.

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Martin Kirchner

 

Für alle, die den kostenlosen Online Summit  der letzten Tage versäumt haben, werden am

Donnerstag den 15.03.2018 um 12 Uhr bis Freitag  den 16.03.2018 um 24 Uhr

auf: https://pioneersofchange.org/

noch mal alle Interviews freigeschaltet!

Gesunde Hand

 

 

Nach 2 Wochen Ketogener Diät habe ich mein Experiment abgebrochen und beschlossen mit meiner üblichen Diät FDH (=friß die Hälfte) und low carb (wenig Kohlenhydrate) weiterzumachen.

Nachdem ich die ersten Tage und die ersten Entzugserscheinungen hinter mich gebracht hatte, war ich zunächst euphorisch. Ich war mit Recht stolz auf mich. Vor allem morgens beim ersten Schluck Leitungswasser fühlte ich mich wie der erste Mensch.

Jetzt nur noch ein schönes, wärmendes und bewaffnetes Exoskelett, dann könnte ich meine neue Freiheit als Mensch 2.0 genießen. Feste Wohnhäuser? Wozu?

Es wäre keine Landwirtschaft mehr nötig, wir leben nur von Wild-und Kulturpflanzen, die wir in unserer unmittelbaren neu gestalteten Umgebung finden. Lust auf Fleisch? Laserstrahl auf Rebhuhn richten und fertig ist der Festtagsschmaus.

Wölfe, angriffslustige Wildschweine, Machete schwingende, menschenverachtende Kämpfer, Börsenpekulanten die mit Energie- oder Lebensmittelpreisen jonglieren, all das würde mich nicht mehr kratzen.

Freiheit total!

Die Ketogrippe, die die körperliche Umstellung markiert, hatte ich schon überstanden. Ständig füllte ich meinen Kaffeebecher mit neuem Leitungswasser um alle Gifte aus meinem Körper zu spülen. Doch dann erschien an der Fingerkuppe  meines linken Zeigefingers ein blauer Fleck.

Nach meiner Exkursion mit meinen AG Kindern war der gesamte Zeigefinger blau. Und der linke große Zeh war taub.

Auf der Rückfahrt fuhr ich beim Supermarkt vorbei: ein Käsebrötchen und meine Lieblingsschokolade mussten mit!

Bei einem schönen, heißen, süßen Milchkaffee saß ich endlich zuhause und sah beim Genießen zu wie meine Finger sich wieder normalisierten. Mein Zeh hat einen Tag später nur noch einen Hauch von Taubheit und erholt sich langsam wieder.

 

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gesunde Hand