Mehr Transparenz für Fingernägel

Ja, auch ich besitze Nagellack. Ich bekenne mich schuldig!

Auf dem Foto seht ihr meinen Nagellackschatz.

Der älteste ist jetzt etwa 40 Jahre alt. Es war der erste, den ich mir gekauft habe. Transparent. Mit  transparentem Nagellack kann man nichts falsch machen. Er lässt die Nägel glänzen und gepflegt erscheinen. Man selbst hat das Gefühl eine erwachsene Frau zu sein, aber die Außenwelt bemerkt es nur, wenn sie gezielt darauf achtet. Das dachte ich damals. Mit 13.

Ich sah fasziniert zu, wie er von Tag zu Tag mehr von den Fingerspitzen aus abblätterte. Schließlich benutzte ich zum ersten Mal Nagellackentferner. Glücklicherweise wurde ich bei meiner Mutter fündig. Es stank unerträglich, quietschte und das Reiben mit dem benetzten Wattebausch ließ mir Schauer den Rücken herunterlaufen.

Jetzt, nach all den Jahren bewegt er sich ziemlich zähflüssig in seiner Flasche, aber er bewegt sich. Sehr langsam. Unglaublich aber wahr.

So etwa mit 15 startete ich wieder einen Versuch. Diesmal musste es ein weißer sein. „weiße Fußnägel auf sommer-gebräunten Füssen, das sieht toll aus.“ wusste meine Freundin. Das leuchtete ein!

Auch er fand ein sicheres Plätzchen in meiner Schublade für weibliche Notfälle.

Dann passierte laaange nichts mehr. Mein Umweltbewußtsein war erwacht. Und vor allem mein Selbstbewußtsein.

Vor etwa 10 Jahren wurde ich wieder angefixt.

Ich bekam eine trendige Modezeitschrift geschenkt.

Und ich musste zugeben: zu Weihnachten ein tiefroter Nagellack mit gold-rotem Glimmerlackfinish, das ist schon ein Highlight. Mein Mann war überrascht, und sehr angetörnt von diesem Wandel.

Ich erweiterte nach und nach mein Sortiment um signalrot („ein absolutes musthave“), eidottergelb (passte so unglaublich zu meinem neuen Pullover) und türkis-metallic (sah einfach cool aus).

Wenn ich mir meinen Bestand so anschaue, muss ich innerlich lächeln. Über mich.

Erfahrungsgemäß benutze ich es durchschnittlich 1 mal pro Jahr: Es hat sich schon als sehr nützlich erwiesen, z. B. um abgeschabten Lack auf Dekoglastellern wieder nachzubessern.

Ich liebe natürliche, gepflegte Hände. Ich bin eine ehrliche Haut. Ich halte gesunde Fingenägel für eine gute Rückschlussmöglichkeit auf den Gesundheitszustand meines Gegenübers und möchte mir nur ungern vorstellen, was so manche unter  funkelndem Nagellack versteckt.

Es ist ein Symbol für Untätigkeit und überflüssige Verunreinigung von Luft und Wasser. Und für unreflektierten Konsum.

Und es passt einfach nicht wirklich zu mir!

 

Nagellackreserven

Nagellackreserven

 

 

 

 

 

 

 

 

Sommertunika aus 2 Schals

Wie ihr wisst, liebe ich die einfachen und nachhaltigen Dinge.

Bei meiner Kleidung ist es genauso, wie bei der Essenszubereitung, meinem Wohnstil, eigentlich wie in meinem gesamten Leben.

In den Läden und im Netz wimmelt es im Sommer vor Tuniken und luftigen Strandoutfits. Meist aus Kunststofffaser (igitt!) hergestellt oder irre teuer.

Hier ist meine Lösung:

Es gibt manchmal leichte Sommerschals aus Baumwolle, Viskose oder anderen natürlichen Materialien und supergünstig.

Da ich im Sommer keine Schals trage, und sie im Winter zu dünn sind, habe ich mich entschlossen gleich zwei von einer Sorte zu kaufen (Wenn ihr auf Mustermix steht – geht natürlich auch :)). Diese auf dem Foto haben pro Stück 3 Euro gekostet.

Ich habe einfach 2 übereinander gelegt und an der einen Seite an 2 Stellen aneinander geheftet. Um den genauen Ort zu finden, habe ich zunächst die Schals an einer Seite von oben und unten auf einem Drittel der Länge mit je einer Sicherheitsnadel fixiert und anprobiert. Nachdem alles gut saß wurde das Ganze mit wenigen Stichen per Hand fest genäht.

Nun habe ich einen luftigen Sonnen- und Windschutz für´s Wochenende am Strand und im Winter einen neuen kuscheligen Schal.

Ich liebe es!

 

 

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Sommertunika aus 2 Schals

Schokolade, einfach bei Zimmertemperatur zusammenrühren

Ihr hab Lust auf eure eigene Schokoladenkreation?

Jetzt im Sommer ist der ideale Zeitpunkt dafür. Ich habe heute beispielsweise vor dem Frühstück meinen Nougattraum vorbereitet und nach dem Frühstück zusammengerührt.

 

Bei mir waren es:

150 g Nougat

1/4 Päckchen Butter

50 g weiße Schokolade

und eine Priese gemahlenes Fleur de Sel

 

Alle Zutaten habe ich zusammen in einen tiefen Teller gegeben. Und nach ca. 30 min konnte ich alles perfekt miteinander verrühren.

Ohne Herd, ohne Wasserbad, ohne Strom…

 

Nun wartet die Komposition im Kühlschrank auf mich 😉

 

 

 

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Schokolade, bei Zimmertemperatur gerührt

Lebender Blumenstrauß (Sommer)

Ich hatte ja schon mal im Winter ein Beispiel für meine lebenden Blumensträuße gepostet, nun kommt die Sommervariante.

Seit Jahren bin ich schon dran an meinem Projekt nachhaltiger, blühender Zimmergarten. Mir gefällt meine bisherige Komposition, die sich inzwischen über mein ganzes Wohnhaus erstreckt schon super.

Der einzige Knackpunkt ist meine blühende Esstischdekoration.

Diese Baustelle wird vermutlich niemals zu meiner Zufriedenheit gelöst.

Das Problem: Die Blätter und Blüten drehen sich immer zum Fenster, so dass man von allen Tischseiten immer nur ein unbefriedigendes optisches Bild erhält.

Blütenpflanzen, die das nicht tun, blühen leider nicht ununterbrochen rund ums Jahr. Und genau das möchte ich gerade morgens beim Frühstück haben!

Also improvisiere ich immer wieder neu.

Momentan haben es mir blühende Stecklinge von meinen Sommerblumen aus dem Garten angetan:

Kosmeen, Bidens, und eine gelbblühende Polsterblume, dessen Namen ich immer wieder vergesse, nennen wir sie „schattenliebendes Goldschüsselchen“ ( 🙂 ), bilden blühend und knospend langsam ihre Wurzeln aus.

Die einzigen Pflege, die sie von mir haben möchten, sind ab und zu frisches Wasser und, wenn ich die Gläschen nicht in Keramik oder anderen Gefäßen verstecke, eine Grundreinigung der Gefäße, falls sich Kalkablagerungen oder Algen gebildet haben.

In Blühpausen ergänze ich mit Wald-,Wiesen- oder Gartenblüten. So wie heute. Da ich allerdings bei meiner Pflanzenauswahl nicht nur auf die Blüten, sondern auch auf die Blattformen achte, lasse ich sie auch manchmal puristisch ohne Blüten.

Ja, das halte ich auch mal kurz aus 🙂

 

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lebender Blumenstrauß

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Flowers on the rocks

 

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Blumen „halb und halb“

Solaressen

Heute ist mal wieder Solaressen-Tag.

Diese Methode praktiziere ich schon seit letztem Jahr. Immer wenn ich Essensreste übrig habe, friere ich sie portionsweise ein.

Und wenn ich keine Lust oder Zeit habe zu kochen, zum Beispiel weil, so wie heute, zuhause Bürotag angesagt ist, dann greife ich darauf zurück.

Ich nehme morgens einfach 2 Suppenteller (ich habe glücklicherweise auch schwarze in meinem Sortiment) lege die vorbereitete Mahlzeit, die ich zum Einfrieren schon an die Suppentellerform anpasse, hinein.

Mittags kann ich dann einfach genießen in meiner Privatkantine:

 

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Solaressen